LKG Leipzig – Landeskirchliche Gemeinschaft

Wir sind Menschen, die miteinander und füreinander Glauben an Jesus Christus so leben möchten, dass Gemeinschaft entsteht. Wir sind überzeugt, dass keiner allein bleiben sollte. Einer braucht den Anderen und deshalb sind wir füreinander und für andere da.
Aus diesem Grund gibt es bei uns Angebote für jedes Alter und für verschiedene Interessen. Ob Single oder Familie, jung oder jung geblieben – jeder kann dabei sein, jeder ist herzlich willkommen und jeder ist eingeladen mitzugestalten.

Unsere Überzeugungen:

  • Wir orientieren uns an der Bibel.
  • Wir reden über (unsere) Hoffnung.
  • Wir pflegen den Kontakt mit vielen anderen Christen.

Die LKG Leipzig gehört zur Evangelisch-Lutherischen Kirche und ist eine Möglichkeit in der bunten Vielfalt Evangelischer Kirche in Leipzig. Wir engagieren uns in der Evangelischen Allianz der Stadt Leipzig und beteiligen uns aktiv an der Vorbereitung und Durchführung von gemeinsamen Veranstaltungen und Aktionen.

Momente der Geschichte

19. Jahrhundert

Schon damals trafen sich in Leipzig Christen, um miteinander Bibel zu lesen, gemeinsam zu beten und miteinander über Lebens- und Glaubenserfahrungen zu sprechen.
In diesen Kreisen fanden die Menschen „Gemeinschaft“, also Motivation, Halt und Hilfe zum Leben und zum Glauben. Diese Gemeinschaft motivierte zu missionarischen und sozialen Aktivitäten und einem fröhlichen und engagierten Leben.
Und deshalb redeten sie, wenn sie von ihrem Kreis sprachen auch von ihrer „Gemeinschaft“ – und so ist das bis heute geblieben.

1896

… schlossen sich sechs derartige Bibelkreise zu einer losen Organisation zusammen und wählten Pastor Wurlitzer zum Vorsitzenden. Dieser Zusammenschluss war der Beginn der LKG – Landeskirchlichen Gemeinschaft – Leipzig.

1900

…gab Bernhard Kühlwein den maßgeblichen Anstoß. Er war für den Deutschen Philadelphia-Verein unterwegs (heute würde man das als Reisesekretär bezeichnen), verteilte christliche Bücher und Zeitschriften und knüpfte Kontakte zu Christen, die Anschluss an lebendige Gemeinschaften suchten. So konnte er Netzwerke herstellen und Menschen zu einer Gemeinschaft zusammenführen. Die LKG Leipzig wuchs so stark, dass erste hauptamtliche Mitarbeiter angestellt werden konnten.

Eine andere prägende Persönlichkeit war der Kaufmann Hermann Scharwächter, der lange Zeit als Vorsitzender der LKG Leipzig tätig war.
Und das ist vielleicht das Merkmal unserer Gemeinde; von Anfang an war und ist sie von ehrenamtlichem Engagement geprägt, während die hauptamtlich Tätigen nur die Unterstützer sind. Wir sind überzeugt, dass Gemeinde vom Tun aller lebt.

1907

Auch der Wunsch nach einem eigenen Haus wurde immer stärker. So konnte das Grundstück Sidonienstr. 44 (heute Paul-Gruner-Str. 44) erworben werden. Noch im gleichen Jahr begann der Bau mit einem „Anfangskapital“ von 100 RM, sodass schon ein Jahr später die Einweihung stattfinden konnte. Das neue Haus wurde nun für die Gemeinschaftsarbeit und für den „Jugendbund für entschiedenes Christentum“ (EC) zur Heimstätte.

1943 -1949

Die Zeit des Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg waren für uns, wie für viele Gemeinden Leipzigs, ein starker Einschnitt in das Gemeindeleben.
Am Morgen des 4. Dezember 1943 wurde das Haus bei einem Luftangriff von einer Brandbombe getroffen und schwer beschädigt. Erst im Oktober 1949 konnte der kleine Saal im zweiten Obergeschoss wieder eingeweiht und seiner Bestimmung zurückgegeben werden, sodass die Gemeindearbeit wieder aufgenommen werden konnte.

Allerdings wurde der EC durch die sowjetische Militäradministration verboten und nun mehr oder weniger legal als Jugendarbeit der Landeskirchlichen Gemeinschaft weiter geführt.

Mitte der 60er Jahre

…sollte auf Beschluss des Stadtrates und des Rates des Bezirkes Leipzig eine vierspurige Fernstraße aus Borna durch die Paul-Gruner-Straße bis zum Bayerischen Bahnhof gebaut werden. Damit drohte dem Gemeinschaftshaus und den anderen christlichen Gemeindeeinrichtungen der Abriss.

Letztlich konnte aber die Rücknahme dieses Beschlusses erreicht werden, sodass dieser Straßenbau in der Wundtstraße endete.

1996 / 1997

Nach der politischen Wende suchte die LKG Leipzig nach neuen Möglichkeiten für ihre Gemeinschaftsarbeit. So wurde von 1996 bis 1997 das Haus komplett zum „Hotel Michaelis“ umgebaut. Die Gemeinschaft mietete Tagungsräume des Hotels für Gemeinschaftsstunden und größere Veranstaltungen sowie Räume im Untergeschoss.

Am 15. Juni 1997 fand die erste Gemeinschaftsstunde nach dem Umbau statt und die Räume im Untergeschoss wurden am 6. Juli 1997 feierlich eingeweiht.

2014

Und nun, 17 Jahre später, stehen wir wieder vor Veränderungen. Wir werden in den Leipziger Osten umziehen und dort ein neues Haus bauen, weil unsere Räume zu klein geworden sind und wir Menschen im Osten der Stadt erreichen wollen.

2016 Am 30. Oktober feiern wir die Einweihung unseres neuen Gemeindehauses in der Comeniusstraße 28.

 

Aber damit ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende, hier könnte eine neue, ihre Geschichte mit Gott und unserer Gemeinde beginnen.